Fünf Fragen vor dem Wechsel in die Freiberuflichkeit
Der Schritt aus der Anstellung wirkt oft wie ein Befreiungsschlag — und endet in der ersten Steuererklärung oder beim ersten Auftragseinbruch in Ernüchterung. Bevor Sie kündigen, lohnen sich fünf nüchterne Fragen.
1. Reicht die Auftragslage für sechs Monate?
Zählen Sie verbindliche Zusagen, nicht Hoffnungen. Ein einzelner Großkunde kann die Freiheit begrenzen; mehrere kleinere Aufträge brauchen Akquisezeit.
2. Wie sieht die Absicherung aus?
Krankenversicherung, Altersvorsorge und Absicherung bei Arbeitsunfähigkeit ändern sich mit dem Status. Klären Sie Tarife, bevor das Gehalt wegfällt.
3. Was steht im aktuellen Arbeitsvertrag?
Nebentätigkeitsklauseln, Wettbewerbsverbote und Kündigungsfristen bestimmen, wie schnell und wie frei Sie starten können.
4. Welche Verwaltung übernehmen Sie selbst?
Rechnungen, Mahnungen, Buchhaltung und Terminplanung kosten Stunden. Planen Sie diese Zeit ein oder budgetieren Sie Unterstützung.
5. Was wäre der Rückweg?
Ein Plan B — Teilzeitangebot, Netzwerk oder Übergang in ein Angestelltenverhältnis — entlastet die Entscheidung und macht den Start ruhiger.
Wenn mehrere Antworten unklar bleiben, hilft ein Orientierungsgespräch, bevor Fristen drängen.